Meyer, Mattstetten

Am Rande der Agglomeration Bern, im Dorf Mattstetten, liegt der Betrieb von Christian Meyer. Mit der Umstellung auf Biolandwirtschaft hat er aus seiner Sicht einen lang überfälligen Schritt getan. Denn mit seiner Ausbildung zum Umweltingenieur ETH, waren Umweltschutz und das Leben im Einklang mit der Natur für ihn schon immer Thema.

Christian Meyer führte den Betrieb mit seinem Vater und seiner Mutter im Nebenerwerb in einer Generationengemeinschaft. Bevor er im Jahr 2007 die alleinige Betriebsleitung übernahm und den Betrieb nun auf Bio umgestellt hat.

Die Ausbringung von Pflanzenschutzmittel überliess er seit jeher dem Lohnunternehmer. Trotzdem war ihm das nicht ganz «geheuer». Trotzdem fehlte es ihm zuerst an Mut und Zeit sich mit der Umstellung auf Bio auseinanderzusetzen. Durch das Berner Pflanzenschutzprojekt wurde er 2015 wiederum auf die Umstellung aufmerksam und machte den ersten Schritt. Er besuchten den Umstellungskurs im Winter 2015/2016.

Grundsätzlich sieht Christian Meyer die grössten Herausforderungen im Pflanzenbau. Sei dies die Nährstoffversorgung der Pflanzen, insbesondere die Stickstoffversorgung, oder bei der Schädlings- und Unkrautbekämpfung. Denn hier sei gutes Management von Beginn her gefragt und eine allfällige Korrektur viel schwieriger und arbeitsintensiver.

Weiter sieht er  in der Zunahme der Wetterkapriolen, welchen man noch mehr ausgesetzt ist,  eine zusätzliche  Herausforderung.

Trotzdem ist Christian Meyer davon überzeugt, mit der Umstellung das Richtige für sich und seinen Betrieb zu tun. Er ist bereit dafür neue Wege zu gehen und Sachen auszuprobieren.

Sein Umfeld reagiert durchwegs positiv und er wird oftmals gefragt: „Wieso erst jetzt?“