Umstellung auf Bio

Die Umstellung auf den biologischen Landbau betrifft grundsätzlich den gesamten Betrieb bzw. die gesamte Betriebsfläche und dauert zwei Jahre. Die Biovorschriften sind bereits während der Umstellung vollumfänglich einzuhalten. Es braucht erfahrungsgemäss mehrere Jahre Auseinandersetzung mit dem Thema, bevor sich eine Betriebsleiterin oder ein Betriebsleiter für die Umstellung entscheidet.

 

In einem Merkblatt „Umstellung auf Bio“ wird erklärt, wie erfolgreich in den Biolandbau gestartet werden kann. Umstellungs-interessierten Landwirtinnen und Landwirten wird die Annäherung an den Biolandbau mit diesem Merkblatt erleichtert. Enthalten sind wertvolle Hinweise zu Voraussetzungen, möglichen Schwierigkeiten, Ökonomie, Vermarktung und Kontrolle. Mit einem einfachen Test kann eingeschätzt werden, wie nah der eigene Betrieb beim Biolandbau ist.

 

Im Weiteren sind eine Checkliste für die Umstellungsberatung (FiBL 2016) und viele Informationen auf Bioakutell.ch, der Plattform der Schweizer Biobäuerinnen und Biobauern verfügbar, sowohl über die Anbautechnik wie auch zum Biomarkt (Herausgeber FiBL und Bio Suisse, www.bioaktuell.ch).

 

Wichtige Erkenntnis: Es braucht „Brücken“, die es den Betriebsleitenden ermöglichen, sich mit der biologischen Produktion auseinanderzusetzen. Es braucht geeinte Kräfte der gesamten Branche, also der Marktakteure, Unterstützung von Beratung, Bildung und Forschung sowie der Goodwill von Politik und Verbänden.

 

Damit die Umstellungszeit wirtschaftlich gut überstanden werden kann ist es wichtig, die Vermarktungsmöglichkeiten vorher genau abzuklären und sich mit Abnehmern abzusprechen. Weitere Informationen zur Vermarktung und zum Biomarkt.

 

Schliesslich steht und fällt der Erfolg des Biolandbaus mit dem Markt. Wenn die Konsumentinnen und Konsumenten vermehrt Bioprodukte nachfragen, werden diese entweder im Inland produziert oder importiert. Wenn der Absatz sinkt, bestehen Überschüsse. Die Marktgesetze sind im Biolandbau nicht anders als im konventionellen Landbau. Überschüsse sind teilweise auch saisonal vorhanden (z.B. Biomilch fehlt während der Alpsaison in den Sommermonaten). 

 

Im Rahmen der Bio-Offensive werden 9 Betriebe in der Umstellung auf Bio begleitet.